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Wir nehmen Abschied von der Jugendwerkstatt „Roter Faden“

Manche Orte sind weit mehr als Gebäude. Sie sind Anlaufstelle, Wegbegleiter und Hoffnungsträger. Die Jugendwerkstatt Roter Faden war über 39 Jahre genau ein solcher Ort in Ronnenberg-Empelde.

Mit großem Bedauern nehmen wir Abschied von einem Projekt, das Generationen junger Menschen begleitet, gestärkt und ermutigt hat. Für viele war der Rote Faden der erste Schritt in eine Ausbildung oder Beschäftigung - für manche sogar der Beginn eines völlig neuen Lebenswegs. Hier wurden Fähigkeiten entdeckt, Selbstvertrauen aufgebaut und Zukunftsperspektiven geschaffen. Vor allem aber begegneten die Teilnehmenden Menschen, die an sie glaubten.

Seit der Gründung im Jahr 1987 entwickelte sich die Jugendwerkstatt stetig weiter. Aus einer Nähwerkstatt für junge Frauen entstand ein vielfältiges Angebot, das sich immer wieder an den Veränderungen des Arbeitsmarktes orientierte. Ob Hauswirtschaft, Gastronomie, Verkauf, EDV oder zuletzt Angebote für junge Männer - eines blieb über all die Jahre unverändert: der Anspruch, junge Menschen individuell zu begleiten, ihre Stärken sichtbar zu machen und ihnen echte Chancen zu eröffnen.

Der Rote Faden war dabei weit mehr als eine Qualifizierungsmaßnahme. Er war ein Ort des Vertrauens, der Gemeinschaft und des Miteinanders.

Mit Herz, Kompetenz und unermüdlichem Einsatz

Dass der Rote Faden über fast vier Jahrzehnte so viele Menschen erreichen konnte, ist vor allem den Mitarbeiterinnen zu verdanken, die ihre Arbeit mit außergewöhnlicher Fachlichkeit, Kreativität und großem persönlichen Engagement gestaltet haben.

Geschäftsführerin Sandra Heuer richtet ihnen deshalb ihren ganz besonderen Dank: „Mein tief empfundener Dank gilt den Mitarbeiterinnen des Roten Fadens. Sie haben ihre Arbeit nicht einfach ausgeführt - sie haben junge Menschen mit großer Fachlichkeit, Geduld und herzlichem  Engagement begleitet. Sie haben Mut gemacht, zugehört, Perspektiven eröffnet und oft weit mehr gegeben, als ihre Aufgabe es verlangt hat. Dieses Engagement verdient höchste Anerkennung.“

Ein Abschied, der schwerfällt

Die Schließung der Jugendwerkstatt ist keine Folge mangelnder Qualität oder fehlenden Engagements. Im Gegenteil: Gerade weil hier über Jahrzehnte hinweg mit so viel Professionalität und Menschlichkeit gearbeitet wurde, schmerzt dieser Abschied besonders.

Mit dem Roten Faden verliert die Region eine wichtige Anlaufstelle für junge Menschen sowie einen engagierten und verlässlichen Partner im sozialen Netzwerk. Viele Kooperationen, gemeinsame Projekte und Begegnungen haben das soziale Miteinander in Ronnenberg und der Region nachhaltig geprägt.

Was bleibt

Auch wenn sich die Türen der Jugendwerkstatt schließen, lebt vieles weiter.

Die Erfahrung, das Wissen und die Leidenschaft der Mitarbeiterinnen bleiben dem Diakonieverband Hannover-Land erhalten und fließen in andere Projekte ein. Das DiakonieLädchen kids, das DiakonieLädchen sowie neue Angebote wie „Empowerment für den Neuanfang“, „BiF-kreativ“ und der „Plaudertopf“ führen den Gedanken fort, Menschen zu stärken, Teilhabe zu ermöglichen und neue Perspektiven zu schaffen.

Vor allem aber bleiben die Erinnerungen. Die Erinnerungen an Gespräche, die Mut gemacht haben. An Erfolge, die gemeinsam gefeiert wurden. An Menschen, die ihren Weg gefunden haben.

Zum Abschluss sagt Sandra Heuer: „Der Rote Faden endet zwar als Projekt, aber nicht in den Herzen der Menschen, die ihn geprägt haben. Ich danke allen Mitarbeiterinnen, Teilnehmenden, Kooperationspartner:innen, Förderern, politischen Vertreter:innen und Wegbegleiter:innen von Herzen. Sie alle haben dazu beigetragen, dass der Rote Faden über 39 Jahre ein Ort der Hoffnung, der Entwicklung und der Menschlichkeit war. Darauf können wir gemeinsam mit großer Dankbarkeit und Stolz zurückblicken.“

Spendenkonto

Siegel

Empfänger: Kirchenamt in Ronnenberg
IBAN: DE26 5206 0410 0000 0063 27
BIC: GENODEF1EK1 (Evangelische Bank)
Weitere Spendenmöglichkeiten

Geschäftsführung: Jörg Engmann / Sandra Heuer

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