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PaKuBi in Burgwedel/Langenhagen

PaKuBi steht für Partizipation - Kultur - Bildung

Längst hat sich durchgesetzt, dass es keine Menschenrassen (dieser Begriff wurde 1949 von der UNESCO abgeschafft) mehr gibt. Demnach gibt es auch keine Abwertung anderer mehr. Wirklich? Als Denkstruktur und in Form gruppenbezogener Vorurteile existiert Rassismus in der gesamten Gesellschaft, mal mehr oder weniger verborgen. Eine Zunahme rassistischer Formen der Ausgrenzung und Diskriminierung in Deutschland sowie eine Zunahme der Anschläge kann nicht verleugnet werden. Dennoch werden sie mehr oder weniger zurückgewiesen, gelegentlich rufen sie politische Versprechen hervor, mehr gegen Rassismus zu tun. Rassistische Phänomene - von den Pegida-Protesten über "Fremdenangst" und Ausländerhass bis zur Mordserie des NSU - werden lieber als Befindlichkeit der neuen Bundesländer, als Flüchtlingsproblem oder als Neonazismus diskutiert, kaum aber als Varianten eines gemeinsamen Problems namens Rassismus.

Kulturell und ethnisch bestimmte Vorurteile sind nicht vorgegeben, sondern erlernt. Sie können demnach auch verlernt werden. Da das Eigenbild das Fremdbild bestimmt, sind das Äußern und Reflektieren der eigenen Vorurteile und Vorbehalte wichtige Schritte, das eigene Denken und Handeln nicht von ihnen bestimmen zu lassen. In einem sind sich fast alle sehr schnell einig: Man muss gegen Rassismus sein! Weniger leicht fällt die Einigung dagegen in der Frage, was Rassismus denn eigentlich ist.

 

Hier setzt unser Projekt PaKuBi an.

Miteinander Lösungen erarbeiten - Rassismus verlernen.

Es sollen Themen im Kontext der politischen Bildung herausgefiltert und mit Schüler*innen und Heranwachsenden im Alter von 15 bis 27 Jahren erschlossen werden. Sie sollen Vorreiter werden für eine neue Bewegung, die sich aktiv, kritisch und lernfähig mit der Dimension von Rassismus und Neonazismus auseinandersetzt und für Toleranz, Freiheit und demokratische Werte eintritt. Ziel von PaKuBi ist eine Förderung von wechselseitiger Wahrnehmung, Wertschätzung und Akzeptanz von kultureller, sprachlicher, ethnischer und religiöser Vielfalt.

 

Zur Durchbrechung eines gruppenfeindlichen Othering-Prozesses ist es dabei notwendig, im Gegenüber jeweils eigene kulturelle Prägungen zu erkennen, wie auch in meiner Kultur Anteile des vermeintlich „Fremden“. Die Rolle der individuellen kulturellen Identität wird dabei besonders herausgearbeitet und die biografische Bedeutung bewusst gemacht. Hier setzt das Seminar an: Transkulturelle Überschneidungen (Gemeinsamkeiten und Unterschiede) werden anhand der Erfahrungen der Teilnehmenden beispielhaft erarbeitet, bevor in einem letzten Schritt konkrete Handlungsmöglichkeiten abgeleitet werden. Hier wiederum steht die Begegnung einer Haltung gegenüber Rassismen und Diskriminierung im Vordergrund.

Die Bearbeitung kultureller Ausgrenzungsprozesse wird dabei durch die erlernte Sichtweise und deren Methoden eingeübt und praxisnah erprobt.

Wir freuen uns, mit PaKuBi ein wöchentliches Jugendangebot zu unterbreiten.

Anmeldungen beim Team sind möglich.

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