Gemeinsam zu Tisch Solidaritätstafel am 15. 9. in Hannovers Innenstadt

Das neue Schuljahr hat gerade begonnen - und schon seit Wochen steigen wieder die Anfragen in den Beratungsstellen von Diakonie und Caritas nach finanziellen Beihilfen. Neben den jungen Familien kommen auch immer mehr ältere Menschen in die Beratungsstellen, denen die Rente nicht mehr reicht, um über die Runden zu kommen.
„Wir gehen davon aus, dass es bei der demnächst anstehenden Veröffentlichung der aktuellen Armutszahlen auch in Niedersachsen einen deutlichen Anstieg geben wird“, sind sich Diakonie-Direktor Dr. Christoph Künkel und Diözesan-Caritasdirektor Dr. Hans-Jürgen Marcus einig. Besonders werde sich dies bei älteren Menschen, Alleinerziehenden und Geringverdienern zeigen, prognostizieren die Direktoren der beiden kirchlichen Wohlfahrtsverbände. Als „zynisch“ sehe man das Verhalten einiger Kommunen an, nicht verbrauchte Bundesmittel aus dem Bildungs- und Teilhabepaket zur Haushaltskonsolidierung einzusetzen. Dies sei ein „Akt der Entsolidarisierung“, sind sich Künkel und Marcus einig.
Dem zunehmenden Trend zur gesellschaftlichen Spaltung und Ausgrenzung wollen Caritas und Diakonie ein Zeichen der Solidarität entgegensetzen und bitten am 15. September zu Tisch. Mitten in Hannovers Innenstadt wird an diesem Tag zwischen 11.00 und 14.30 Uhr eine 200 Meter lange Tafel mit 1000 Gedecken aufgebaut. Eingeladen sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zur gemeinsamen Mahlzeit. Die Solidaritätstafel „Gemeinsam zu Tisch“ wirbt für Teilhabe und Würde für Menschen aller Generationen. Schirmherrin ist Niedersachsens Sozialministerin Aygül Özkan, die ebenso an der Solidaritätstafel teilnimmt wie Hannovers Bürgermeister Bernd Strauch.
Appetit und Gesprächsbereitschaft sollten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mitbringen, wenn sie sich an die große Tafel in der Georgstraße setzen. Für eine leckere Mittagsmahlzeit mit einer indonesischen Huhn-Gemüsepfanne sorgen haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende von Diakonie und Caritas. Die Mahlzeit ist kostenlos, eine Spende für das Projekt „Balu und Du“, das Grundschulkinder fördert, kann gegeben werden.
Auch für die Unterhaltung der Tafelgäste ist gesorgt. Neben musikalischen Beiträgen für alle Generationen (Trommel- und Tänzergruppe „Sambaria“, Band „Flugmodus“ sowie Rapper und Liedermacher) stellen sich soziale Projekte von Caritas und Diakonie vor. Der Diakonieverband Hannover-Land präsentiert in diesem Rahmen sein wellcome-Projekt.
Über die Idee der Solidaritätstafel sprechen unter anderem Diözesan-Caritasdirektor Dr. Hans-Jürgen Marcus und Diakonie-Direktor Dr. Christoph Künkel. Moderiert wird das Bühnenprogramm von Tobias Glawion (ekn) und Edmund Deppe (Bernward Rundfunk).
Weitere Infos und Bilder unter www.solidaritaetstafel.de
Quelle: diakonie-hannovers.de
Kontakt:
Willi Schönamsgruber
Referent für Öffentlichkeitsarbeit
Diakonisches Werk der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers e.V.
Telefon: 0511 / 3604 263
Mobil 0162 / 245 23 01
Heribert Schlensok
Pressesprecher
Caritasverband für die Diözese Hildesheim e.V.
Telefon 05121 / 938 112
Mobil 0177 / 524 77 79
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